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Friedrich-Ebert-Stiftung: Gesellschaft im Reformprozess. Unvollendete Studie erhitzt die Gemüter

Ottmar Schreiner bezieht einmal mehr in gewohnt klarer Form Position. „Armut und soziale Ausgrenzung sind nicht über uns gekommen, sie sind das Ergebnis der Politik von Gerhard Schröder.“ Damit reagiert Schreiner auf eine Äußerung Kurt Becks, der - nicht minder deutlich - von der Existenz einer Unterschicht gesprochen hatte. Flugs ist nicht nur der Schuldige für die Malaise ausgemacht, sondern auch die entscheidenden Fehler der rot-grünen Reformpolitik mit Mini-, Ein- Euro- und befristeten Arbeitsverhältnissen. Diese haben nach Schreiners Analyse dazu geführt, dass „Millionen Menschen keine Chance mehr haben, aus dem Niedriglohnsektor mit seinen Hungerlöhnen herauszufinden“ [1].

Nun könnte man diese Äußerungen als normal-aufgeregtes politisches Tagesgeschäft abbuchen, wenn nicht in diversen Meldungen Bezug auf eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) genommen würde, nach der 8 Prozent der Bevölkerung dieser neuen gesellschaftlichen Unterschicht angehören [2].

mehr lesen... jetzt kommentieren? 16. Oktober 2006

Das Kopftuch - Entschleierung eines Symbols? Eine kritische Antwort auf die Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung

Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung hat eine Studie über kopftuchtragende Türkinnen in Deutschland vorgestellt und die Frage gestellt, ob damit das Kopftuch entschleiert sei. Bei die Frage sollte nicht vergessen werden, dass das Kopftuch immer wieder als ein politisches Symbol für den Islamismus und die Unterdrückung der Frau gewertetwurde . Auf den ersten Blick ist das gelungen. Die befragten Frauen bekunden, aus dem Kopftuch Selbstvertrauen zu schöpfen und sind zu 89 % für die Demokratie. Alles schön, könnte man meinen. Wer aber die Studie liest, kommt zu einem anderen Schluss. Die Studie gibt in aller Klarheit den Blick auf eine voll entwickelte und abgeschlossene Parallelgesellschaft frei und zeigt, dass vorhandenen positive Integrationsfaktoren nicht zur Integration führen. Bei den befragten Damen ist dies jedenfalls nicht der Fall. Zu Recht fragen die Autoren, welche Schlüsse für die Integrationsdebatte gezogen werden könnenabgeschlossene Parallelgesellschaft frei und zeigt, dass vorhandenen positive Integrationsfaktoren nicht zur Integration führen. Bei den befragten Damen ist dies jedenfalls nicht der Fall. Zu Recht fragen die Autoren, welche Schlüsse für die Integrationsdebatte gezogen werden können.

mehr lesen... bisher 5 Kommentare 01. Oktober 2006

Islam: Endlich wieder beleidigt, endlich wieder auf die Straße …

Endlich ist es wieder soweit: Muslime und Muslimas in aller Welt können sich wieder beleidigt und herabgesetzt fühlen. Ja, der Feind hat sich wieder gezeigt, dieses Mal in Gestalt von Papst Benedikt. Natürlich kann man sich das nicht bieten lassen, da muss man protestieren und Entschuldigungen einfordern. Aber halt, was der aktuelle Inhabers des heiligen Stuhls denn nun gesagt, das die Gemüter in der islamischen Welt so erhitzt? Der Papst hat In seiner Vorlesung in der Regensburger Universität einen Dialog kommentiert, den der gelehrte byzantinische Kaiser Manuel II. Palaeologos 1391 im Winterlager zu Ankara mit einem gebildeten Perser über Christentum und Islam und beider Wahrheit geführt haben soll. Hier ein kurzer Auszug:

mehr lesen... bisher 8 Kommentare 16. September 2006


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