Posts gespeichert unter 'Tourismus und Reise'
Der Versuch, mich eine Stunde vor der Obama-Rede noch bis zur Siegessäule durchzuschlängeln, scheiterte kläglich. Schon auf halber Wegstrecke war Schluss, die Reihen der Zuschauer fest geschlossen. Dank der Fan-Meilen erprobten Organisatoren war das verschmerzbar. Es waren ausreichend Video-Wände aufgestellt. Vorn an der Goldelse war die Ami-Dichte noch größer als in meiner Nachbarschaft: Eine Gruppe von US-Wissenschaftlern, die es als nette Dreingabe zu ihrem Berliner Fachkongress empfanden, ihren nächsten Präsidenten wahlkämpfen zu sehen. Zumindest für sie war es erkennbar eine Herzenssache, George Walker Bush nicht mehr im Weißen Haus sehen zu müssen.
mehr lesen... 26. Juli 2008
Wahrscheinlich hätten spontanere und tolerantere Menschen als ich einer bin - ich denke dabei an Schöngeister wie Jens Jessen - mit einem verständnisvollen Bonmot die Situation leicht entschärft. Als ich gestern mit türkischen Heranwachsenden in der U-Bahn-Station Berlin Kleistpark aneinander geriet, die mir eine Coladose in die Hacken kickten, war mein Repertoire der Reaktionsmöglichkeiten leider nicht auf diesem Niveau. Mein unwirsch vorgebrachtes „Kommt ihr noch klar?“ wurde mit einer Gegenfrage von wenig erfrischender Spontaneität gekontert (ins Hochdeutsche transkribierter Wortlaut): „Müssen wir uns jetzt deshalb schlagen?“
mehr lesen... 27. Januar 2008
Ehrlicherweise gebe ich zu, dass die nachstehenden Bilder den Trubel der Hauptreisezeit auf Rügen bewusst ausblenden. Aber wer will schon Bilder der touristischen Massen sehen, die zum Ferienende die Insel überrollen. Ich fand es jedenfalls klasse, dass nur wenige Meter abseits der großen Publikumsorte die Schönheiten der Insel wie unberührt zu erfahren waren.
Wen es in die den südlichen Teil Rügens zieht, dem kann ich das Hotel Villa Granitz wärmstens empfehlen. Das Haus wird sehr familiär und freundlich geführt. Die Stimmung entspricht eher einer edleren Pension als einem Vier-Sterne-Hotel. Wer Feng Shui mag, wird sich dort sehr wohlfühlen. Mir hat es besonders der nett angelegte künstliche Bach angetan. Am Frühstücksbuffet werden auch Vegetarier glücklich und Eisenbahnfreunde erfreuen sich am regelmäßig vorbei dampfenden Rasenden Roland.
Als typische Rügen-Andenken eignen sich klassisch die verschiedenen Sanddorn-Produkte oder die selbst gefundenen Hühnergötter (Steine mit einem natürlich entstandenem Loch drin). Fantastische Panoramabilder der Insel macht und verkauft der Fotograf Robert Denier, der in Binz eine kleine Galerie unterhält.
Eine glatte 6 hat bei mir leider das Gutshaus Strobel in Ganschwitz für die Zimmerpreise bekommen. 76 Euro für ein Doppelzimmer mit Heimwerker-Einrichtungs-Charme sind einfach nur dreist. Wer aber Landurlaub mit Kindern machen möchte, ist dort super aufgehoben.
Links
Seedorf sehr schöner Hafenort in Südrügen
Rügen-Hiddensee gute Infos zu den beiden Inseln
Baabe Infos zu meinem Lieblingsort auf dem Mönchsgut
Rügen Kompass viele gute Informationen und Tips zu Rad- und Wandertouren
Rügen Impressionen Blog mit vielen guten Bildern
Wander Blog Beitrag zu Rügen
Rügenpost alles rund um …
19. August 2007
Seit Sonntag weiß ich: Quad fahren macht Spaß für zehn. ATV-Tours aus Rheinsberg (nahe Neuruppin) bieten Quad-Touren durch die umliegenden Wälder und Wiesen, über Forstwege und Straßen an. Besonders in den Wäldern habe ich mir dennoch immer wieder die Frage gestellt, ob es hinnehmbar ist, mit einer zehn Fahrzeuge umfassenden Kolonne von Quads zum reinen Vergnügen lärmend durch die Natur zu fahren. Der Spaß der Gruppe wird letztlich zu Lasten derer ausgelebt, die in die Natur gehen, um Ruhe zu finden.
mehr lesen... 03. Juli 2007
Man muss es ehrlich sagen: Die Berlinale sind bestimmt ein tolles Filmfest, nur leider für Berufstätige mit argen Einschränkungen. Ich habe einfach nicht diese freudige Geduld wie Anke, mich in die Schlangen zu stellen und dann mit ansehen zu müssen, wie ein Film, den ich sehen möchte - natürlich kurz bevor ich dran bin - als ausverkauft gekennzeichnet wird. Auch die schon legendären (oder besser “traditionellen”) Serverabstürze des Berlinale-Rechners mag ich mir nicht zumuten. Anke hat mehr Geduld. Anke hat auch das Glück der Fleissigen. Und sie berichtet täglich von der Berlinale.
Anke schreibt. Bei Anke kann ich in der Rubrik Berlinale 2007 miterleben, was für ein tolles Filmfest diese Stadt erlebt. Es schneit, unglaublich viele Filmmenschen bevölkern die Plätze und Boulevards rund um die Festival-Kinos. Berlin ist mal wieder international, die Gespräche in den Lokalen vielsprachig, Stars, Sternchen, Kabelträger und andere Filmschaffende gieren um Aufmerksamkeit abseits der Roten Teppiche, die den Celebrities vorbehalten sind. Die Berlinale ist in der Stadt. Nicht nur in den Filmtheatern.

09. Februar 2007
Das Beste bei diesem furchtbaren Spiel vom 19.12. gegen Oostende waren die ALBAmbinis. Mit Freude am Tanzen, beim Zusammenwirken im Team und stolz wie Oskar, wenn eine Figur hingehauen hat. Was fast immer der Fall war. Es ist schon bitter, wenn das Rahmenprogramm von ALBA Berlin überzeugender ist als die Mannschaft, die es ihren Fans - oder sollte ich sagen leidenden Zuschauern? - in dieser Saison extrem schwer macht, sich mit ihr zu identifizieren. Wo ist die Spielfreude der letzten Saison geblieben, das traumhaft sichere Passspiel und ein Teamspirit, der sogar mich als trockenen Ost-Westfalen mitriss? Wo das Team, dass - bei allen Schwächen - immer dann fantastisch kämpfte, wenn es darauf ankam und das Spiel zum Guten wendete? Von den Spielen die mit Hundert zu irgendwas gewonnen wurden will ich gar nicht reden.
mehr lesen... 21. Dezember 2006
Der Potsdamer Platz in Berlin ist reich an gastronomischen Angeboten unterschiedlichster Qualität. Von der miesen Touristenfalle bis zur gehobenen Gastronomie ist alles dabei. Ein gastronomisches Highlight ist dabei die Cocktail-Bar “Billy Wilder’s”.
mehr lesen... 30. November 2006
Junge Ossis und Norddeutsche mögen offensichtlich andere Musik als “weltgewandte” Hauptstädter wie ich. Das merke ich, als das Sendegebiet der vielfältigen Berliner Rundfunktstationen hinter mir liegt. Irgendwann auf meiner meiner Fahrt ins Fischland empfängt das Autoradio nur noch NDR Mecklenburg-Vorpommern und N-Joy. Ich entscheide mich für N-Joy. Jingle folgt auf Jingle, kaum unterbrochen von Musik. Das Musik-Einerlei begleitet mich bis zur Küste ebenso wie das Geplapper der penetrant-fröhlichen Moderatorenpaare. Banalitäten reihen sie an Unwichtiges an Gewinnspiel. Nachrichten: Merkel sagt - 80 Tote irgendwo - Westerwelle überzeugt dagegen. Politisches schwindet im Pop-Gedudel. Tagespolitische Aufgeregtheiten der Hauptstadt entfernen sich.
mehr lesen... 12. November 2006