Bauarbeiten

22. Mai 2011

Tja, nun ist das Blog schon länger als geplant online und es ist an der Zeit, das System technisch auf den aktuellsten Stand zu bringen. Alle hier geposteten Kommentare werden gesichert und sind (hoffentlich) auch bald wieder alle online verfügbar.

Kein Fluglärm über Britz und dem UNESCO-Weltkulturerbe Hufeisensiedlung!

9. Oktober 2010

Vorschaubild: FlugroutenAuch wenn die Flugrouten des BBI noch nicht endgültig festgelegt sind, geben die Infografiken, die in den letzten Tagen in der Presse erschienen sind, Anlass zur Sorge. Nach dem jetzigen Stand müssen wir  - die Bewohner der Hufeisensiedlung - davon ausgehen, dass Britz vom Fluglärm betroffen sein wird. In welchem Ausmaß dies der Fall sein wird, ist noch offen. In den westlichen Berliner Stadtteilen, die entgegen den bisher kommunizierten Routen künftig in relativ geringer Höhe überflogen werden, hat sich bereits bürgerschaftlicher Widerstand organisiert. Da die Berliner Verantwortlichen erfahrungsgemäß dazu tendieren, auf Proteste aus diesen “besseren” Stadtteilen sensibel zu reagieren, ist mit einer Umplanung zu rechnen. Es ist deshalb höchste Zeit deutlich zu machen, dass auch die Britzer Bewohnerschaft nicht mit Überflügen leben will.

Voransicht Online-PetitionAuf Initiative der Freunde und Förderer der Hufeisensiedlung Berlin-Britz e.V. (FFHBB) liegen deshalb seit kurzem in den Geschäften der Siedlung Unterschriftenlisten aus. Protest kann aber auch online geäußert werden. Eine entsprechende Online-Petition gegen den Fluglärm ist freigeschaltet, die Sie hier finden. Unterstützen Sie diese Aktion, indem Sie den Link Freunden und Bekannten weiterleiten.

Der FFHBB wird beide Unterschriftensammlungen der zuständigen Senatorin Junge-Reyer übergeben und das Landesdenkmalamt auffordern, Britz sowie ganz besonders das UNESCO-Welterbe Hufeisensiedlung vor Fluglärm zu schützen. Alle Hufeisensiedlungsbewohner kennen ja die Debatte um Isolierverglasung. Lärmschutzfenster wären jedenfalls nicht mit dem Denkmalschutz vereinbar. Und es wäre wohl kaum mit Bruno Tauts Ideen vereinbar, wenn die Hufeisensiedlung demnächst von Licht, Luft und Lärm geprägt würde.

us.jpgWer selber aktiv werden möchten, kann hier die Unterschriftenliste als PDF herunterladen. Sammeln Sie einfach Unterschriften in Ihrer Nachbarschaft, im Kollegenkreis, im Verein, in der Schule und wo es sonst noch Ihrer Meinung nach Sinn macht. Die Rücksendeadresse ist auf den Listen aufgedruckt.

Hintergrundinformation

Die Anfrage des FFHBB beim BBI mit der Bitte um verbindliche Auskünfte zu den Flugrouten wurde an die Deutsche Flugsicherung GmbH Niederlassung Bremen weitergeleitet, da dort maßgeblich die Planung der Verfahren für den zukünftigen Flughafen BBI durchgeführt wird. Im weiteren zitieren wir aus der Zwischennachricht:

“Die DFS hat auf der Sitzung der Fluglärmkommission Schönefeld ein Modell der zukünftigen Flugverfahren vorgestellt. Die Fluglärmkommission berät die Flugsicherung bei dem aufwändigen Abwägungsprozess zur Entwicklung der Verfahren. Eine verbindliche Festlegung wird voraussichtlich erst im Jahr der Inbetriebnahme durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung erfolgen. Die derzeitigen Flugverläufe an den Berliner Flughäfen werden auf der Homepage der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH dargestellt. Dort können Sie sehen, dass das Stadtgebiet Berlin insbesondere  bei Startrichtung Ost bereits heute in großen Höhen überflogen wird. Ich möchte Sie deshalb auf das Internetangebot der DFS  www.dfs.de/ Fliegen & Umwelt, hinweisen. Mit 30 Minuten Zeitverzögerung werden dort der Flugverlauf und die Höhe jedes Passagier- oder Frachtflugzeuges, das in Berlin/Schönefeld oder Berlin-Tegel startet oder landet, dargestellt. Die Flugspuren des Vortages, die auch Flughöhen bis 10000 Fuß (ca. 3000 m) darstellen, können ab ca. 13.30 Uhr des Folgetages abgerufen werden.”

Das sagt erst mal nicht viel. Demnächst mehr dazu.

ILOXX - Was kostet ein Versand an Nerven, Geld und Zeit? Dienstleistungen der unerfreulichen Art

27. August 2009

Gut, ich hätte es ahnen können. Aber das es so schlimm werden würde, war nicht zu erwarten. Als moderner Oninekäufer erwarb ich einen Schank über ebay. Als Versender wählte ich ILOXX. Also rasch telefonisch den Auftrag erteilt, die Daten inklusive der Mobiltelefonnummer der Verkäuferin wurden per Mail bestätigt. Schnell noch die Fehler korrigiert (die neue Lieferadresse hatte ich schon vor zwei Jahren elektronisch und telefonisch angegeben …). Soweit, so gut. Am nächsten Abend kam die Mail, man habe niemanden angetroffen. 17 Euro nochwas müsse man leider für die Leerfahrt berechnen. Teures Lehrgeld.

Mene Nachfragen ergaben folgendes: Das Unternehmen vor Ort (GEL beim ersten Versuch) hatte sich bei der Verkäuferin vor dem Haus stehend gemeldet - auf der angebenen Mobilnummer. Auf diese Art erfuhr ich auch, dass als Zeitfenster 9.00 bis 17.00 Uhr angegeben war. Hallo, und wofür gebe ich eine Mobilnummer an? Wir reden hier über einen Auftragswert von 69 Euro. da sollte eine telefonsche Avisierung mögich sein, oder? Dazu ILOXX telefonisch : Die Fahrer seien dazu nicht verpflichtet (dass die telefonische Avisierung für knappe 6 Euro zubuchbar ist, hätte man auch am Telefon erwähnen können.), das sei nicht im gewählten Tarif (Transport XXL) enthalten, das stünde in den AGB (9 Seiten ausgedruckt, lesenswert die salvatorische Schlussformulierung), überhaupt sei man nur Vermittler.  Da liegt der Gedanke nahe, man sei  nur dazu da, um Geld einzunehmen. Und das nicht zu knapp.

Egal, die Dinge nahmen weiter ihren Lauf. Am Folgetag stand wieder ein Spediteur vor der Haustür der Verkäuferin, die mir die Ereignisse wie folgt schilderte:

Die Abholung hat heute geklappt. Jetzt bin ich gespannt ob der Schrank heil bei Ihnen ankommt. Um ehrlich zu sein, sehr viel Vertrauen steck ich nicht in diese Spedition. Gegen 14.45 Uhr wurde ich wieder von dem Fahrer angerufen, dass er es nicht bis 15 Uhr schaffen würde, sondern erst um 16 Uhr bei mir sein könnte. Macht nichts, bin daheim sagte ich ihn. Ob ich denn noch jemanden organisieren könnte, der den Schrank mit zum Auto tragen könnte …

Nachdem ich schon gestern erwähnte das der Schrank schwer ist und von einer Person nicht  zu schaffen wäre, dachte ich wirklich die Spedition ist so schlau und schickt zwei Personen. Kurz nach 16 Uhr erschien der Fahrer bei mir. Ganz gemächlich kam er Kaugummikauend die Treppe hoch und meinte: da bin ich aber allein.  Nachdem ich gefragt habe, für welche Spedition er fährt (Freeway) hat er mir auch gleich an den Kopf geknallt, dass die Spedition ja keine Möbel-Spedition wäre. Bei soviel Unverschämtheit war ich schon fast sprachlos. Er hat dann hin und her probiert, den Schrank gekippt, gedreht usw. um die richtige Position zum tragen zu finden.  Hab Ihn noch darauf hingewiesen, dass der Schrank Scheiben hat und das dieses Hin und Her vielleicht doch nicht so gut für das  Teil wäre, was ihn aber nicht sonderlich interessiert hat. Letztendlich hat er  das gute Stück doch zu seinem Transporter gebracht und ich hoffe, gut darin verstaut.

Fortsetzung folgt …

Picasa und Snapfish: Bilder dürfen nur 4000 mal 4000 Pixel groß sein

10. August 2009

Picasa ist eine klasse Bildverwaltung. Und kostenlos dazu. Noch besser ist, dass es viele Schnittstellen zu deutschen und internationalen Fotolaboren hat. Schließlich möchte man ja ab und an mal Bilder auf Papier vorzeigen statt erst gemütlich den Laptop zu booten. Das Bestellen aus Picasa über Snapfish war bis vor zwei Wochen auch simpel zu handhaben. Für mich als Snapfish-Nutzer kam dann die Überraschung. Rasch die zu belichtenden Bilder ausgewählt, das Bestellicon angeklickt, Snapfish-Login absolviert und dann sollte eigentlich das Hochladen beginnen. Pustekuchen! Der Hochladevorgang wird abgebrochen mit dem Hinweis, wonach “Bilder  nur 4000 mal 4000 Pixel groß sein dürfen”. Aha, so eine Auflösung kriegt man mit meiner 6 Megapixel-Samsung gar nicht hin.

Nach kurzem rumgoogeln hatte ich raus, dass der Fehler auch bei anderen Nutzern auftritt und bisher keiner eine Lösung gefunden hat. Meine Anfrage an den Snapfish-Customer-Service wurde wie folgt beantwortet:

“vielen Dank für Ihre E-Mail.
Unsere Webseite ist für Internet Explorer optimisiert.
Bitte versuchen Sie die Cookies zu löschen:
Windows 98 und höher:
Beenden Sie Internet Explorer und die Instanzen von Windows Explorer.
Doppelklicken Sie in der Systemsteuerung auf Internetoptionen.
Klicken Sie auf der Registerkarte Allgemein unter Temporäre Internetdateien auf Cookies löschen, und klicken Sie anschließend auf OK.
Klicken Sie auf OK.”

Aha, wenn ich das richtig verstehe, sperrt Snapfish-Betreiber Hewlett-Packard damit Nutzerinnen und Nutzer von Open Source Software aus und zahlt gleichzeitig Geld an Google, um in Picasa eine Schnittstelle einbauen zu lassen, die einen Teil der Kunden aussperrt? Sehr rätselhaft.

Statt Snapfish weiter zu ärgern, schreibe ich lieber mal an die Googles und frage an, ob die eine Lösung bauen können. Was die Snapfish-Leute geschrieben haben, ist jedenfals kein Ruhmesblatt des gepflegten Kundenkontaktes.

Und: Lieber Snapfish-Customer-Service, es gibt  viele andere Schnittstellen in Picasa, die im Gegensatz zu Ihrer vernünftig funktionieren, wie sie sollen. Die probier’ ich jetzt aus und Ihr guckt in die Röhre.

Reise-Kindersitz: super Funktion, super Design

14. Juni 2009

Bild: HandySitt im EinsatzGutes Design besticht ddurch, dass der Grundgedanke so einfach ist, das man glaubt, darauf genauso gut selber hätte kommen könnnen.Mir ging es jedenfalls so mit dem KiddySitt von Minui, einem höchst simplen Kindersitz, der aus jedem normalen Stuhl einen Kindersitz macht. Wer sich mal im Babyladen unter all den Scheußlichkeiten von Plastik bis Odber-Öko-gelaugt- geölt-gewachst umgeschaut hat, wird meine Begeisterung teilen.

Wer nicht beim Hersteller für teuer Geld kaufen will, wendet sich vertrauensvoll an amazon und kauft dort beispielsweise den HandySitt in Buche schwarz. Wer etwas mehr Geld ausgeben will, kauft das Modell in Edelstahl gebürstet. Toll anzuschauen, funktioniert aber auch nicht anders.

Besonders attraktiv ist aktuell das Aktionspaket Kindersitz + Kissen + Besteck Buche rot für 78,90 Euro statt 109,85 Euro. Keine Ahnung, wie lange es das geben wird.

Bundesprogramm für nationale UNESCO-Welterbestätten: Und was ist mit Einzelhauseigentümern in der Hufeisensiedlung?

29. März 2009

Fenster, es sind immer wieder die Fenster, an denen sich Probleme bei der praktischen Umsetzung des Denkmalschutzes zeigen. Doppelkastenfenster gegen solche aus Kunststoff, originale Holzstreben gegen die historisierende Kunststoffvariante á la „Streben in Aspik“. Aber auch die Frage von Fenstern, die in die Dachfläche eingebaut wurden und werden.

Wer durch das Weltkulturerbe Hufeisensiedlung in Berlin-Britz geht, sieht eine bunte Vielfalt von Fenstern. Mal Kunststoff-, mal aufgearbeitete Originalfenster. Mal in der von Bruno Taut vorgegebenen Farbgestaltung, also beispielsweise mit dem schwarzen Kontraststreifen an den rückwärtigen Gauben. Mal sind die mit Streben unterteilten Doppelflügelfester sogar durch solche mit vollflächigen Scheiben ersetzt worden. Die rückwärtigen Gaubenfenster sind - so scheint es mir - nur in Minderheit noch original. Dachflächen- und Dachausstiegsfenster finden sich an den unterschiedlichsten Stellen. Auch hier ein „mal so, mal so.“ Mal ist der Einbau mit denkmalschutzbehördlichem Segen erfolgt, mal wurden einfach Tatsachen geschaffen und gehofft, dass es schon gut geht und keine Rückbauverfügung ins Haus flattert.

Für alle bereits erfolgten baulchen Veränderungen steht wohl außer Zweifel, dass diese Bestandsschutz genießen. Nun darf sich die Hufeisensiedlung seit 2008 mit dem Titel Weltkulturerbe schmücken. Tolle Sache. Aber wie geht es jetzt weiter? Wie bisher? Denkmalschutz mal so, mal so? Es wäre natürlich absurd, alles wieder in den Tautschen Idealzustand zurück versetzen zu wollen. Die Bewohner haben in die Häuser investiert, modernisiert, kleine Schritte unternommen, um Energie einzusparen. Nachträglich eingebaute Rolläden an den Taut-Häusern sind nicht wirklich schön, aber - und das steht außer Zweifel - auch diese Einbauten haben Bestandsschutz. Ob man sie mag oder nicht.

Nun wäre das alles halb so wild. Die Veränderungen an Fenstern und sonstiger Bausubstanz bewegen sich so weit im Rahmen, dass sich ein welterbegerechter Zustand durchaus wieder herbeiführen ließe, wenn man denn wollte.

Ein solches Vorhaben bedürfte allerdings eines tragfähigen Gesamtplans, der mit öffentlichen Mitteln solide und vollständig finanziert ist. Ein solcher Plan müsste - so meine persönliche Idealvorstellung -, um Akzeptanz zu finden, vor allem die Frage beantworten, wie Privateigentümer motiviert werden können, den Ursprungszustand wieder herzustellen. Das ginge meiner Meinung nach nur, wenn der Rückbau vollständig kostenneutral ermöglicht wird. Selbst in diesem Fall würden die betroffenen Eigentümer mit einiger Berechtigung darauf hinweisen, dass nach dem Rückbau höhere Energiekosten auf sie zukommen.

Ein Konzept zur welterbegerechten Sanierung der Hufeisensiedlung müsste also auch Antworten bieten, wie die Taut-Häuser zeitgemäß isoliert werden können. Ein alleiniger Rückbau um des Denkmalschutzes willen allein wäre zum Scheitern verurteilt. Die Handlungsoptionen sind ohnehin sehr überschaubar. Wie also kann ein Energiekonzept aussehen, das wirklich praxisgerecht ist? Mir selbst fällt dazu nicht viel ein, da die auf der Hand liegenden und schon jetzt staatlich geförderten Maßnahmen nicht durchführbar sind.

Erfreulicherweise hat das Land Berlin Mittel in erheblichem Umfang im Rahmen des Welterbeprogramms beantragt. Geld des Bundes und des Landes, das in den Welterbesiedlungen investiert werden soll, ist auf jeden Fall positiv zu bewerten. Die Pressemeldung des Berliner Senats lässt aber viele Fragen offen, da insbesondere die Rolle der Einzelhauseigentümer komplett unbeantwortet bleibt.

Zwar ist von der Einbindung der Siedlungseigentümer die Rede, nur wird sich wohl kein einziger Einzelhauseigentümer durch die Deutsche Wohnen AG oder die Pirelli RE repräsentiert sehen. Es ist zudem schwer vorstellbar, dass Einzelhauseigentümer, von Geldern, die im Fall der Hufeisensiedlung möglicherweise an die Deutsche Wohnen AG gehen könnten, auch nur einen Cent sehen werden.

Die Fragen, die sich für mich aus der bereits genannten Pressemitteilung ergeben, habe ich in knapper Form Fragen an die Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gerichtet und um Beantwortung auf Fachebene gebeten:

  • Wie soll die Einbindung der Einzelhauseigentümer gestaltet werden?
  • Welche Maßnahmen wurden konkret für die Hufeisensiedlung beantragt?
  • Da es sich um Bundes- und Landesmittel handelt: Wie wird die dringend gebotene Transparenz hergestellt? Auf Basis welchen Konzeptes können Einzelhauseigentümer Mittel zur denkmalgerechten Energiesanierung und anderen anstehenden Maßnahmen beantragen?

Sobald eine fundierte Antwort vorliegt, werde ich diese hier gern veröffentlichen. Vorausgesetzt natürlich, die beantwortende Stelle ist damit einverstanden. Aber daran dürften ja wohl keine Zweifel bestehen, oder?

Praesentation zum 150 Millio en-ProgrammGroße Hoffnungen dürfen sich Einzelhausbesitzer allerdings nicht machen, da das 150-Millionen-Programm als Bestandteil des Konjunkturprogramms 1 angelegt ist, wie die Präsentation aus dem zustädigen Ministerium zeigt, auf die nebenstehend verlinkt wird.

ALBA Berlin vs. Lottomatica Rom (mit Video): Zurück in der Euroleague

24. Oktober 2008

Bild: Logo der EuroleagueAuch wenn sich am letzten Sonntag die Eisbären Bremerhafen ob der Höhe des Alba-Sieges gedemütigt gefühlt haben dürften, konnte auch dem eingefleischtesten Fan nicht entgehen, wo ALBA schwächelte: Die Defense agierte ab dem Zeitpunkt arg verhalten, wo der Sieg sicher war und die Eisbären nicht mehr als ein guter Trainingspartner. Aufwärmen für die Euroleague sollte anders aussehen. Eine Mannschaft, die sich auf ein -  vielleicht das - Topspiel dieses Halbjahres vorbereitet, sollte einen Spieler wie Marcus Slaughter kalt stellen können. Dessen 19 Punkte belegen, dass dies nicht gelungen ist. Immerhin zeigten die ALBAtrosse, dass sie schon sehr früh in der Saison als Mannschaft agieren können. Einige Spielzüge hatten das für die Euroleague wohl erforderliche und phasenweise sogar mitreißendes Niveau. Ärgerlicherweise hatte Rashad Wright niemand gesagt, dass für die ALBA-Fans die 100 (plus X) auf der Anzeigetafel eine besondere Magie hat. Als er die letzten Sekunden einfach runterspielte, konnten es die meisten kaum fassen.

Was am Sonntag an Euphorie ausblieb, wurde im Spiel am Donnerstag gegen Lottomatica Rom nachgeholt. Ich weiß nicht, wie schnell mein Herz rasen, wie viel Spannung ich aushalten kann. Aber gestern war ich am Limit! Was war das für ein Spiel. Ich wäre schon stolz gewesen, wenn wir mit nicht mehr als zehn Zählern Unterschied gegen dieses römische Staraufgebot verloren hätten. Die Vorberichte hatten jedenfalls bei mir regelrecht Ehrfurcht vor dieser hochklassigen Legionärstruppe wachsen lassen. Und was machen die ALBAtrosse? Halten dagegen, kämpfen, stecken auch bei 9 Punkten Rückstand nicht auf, bleiben dran. Lassen sich noch nicht mal von den Schiedsrichtern aus dem Konzept bringen, die gegen ALBA ein gefühltes Dutzend mal auf Schrittfehler entschieden. Sensationell am Ende die Rebound-Bilanz mit 38 zu 22 zugunsten ALBAs. Gegen die Eisbären noch der unübersehbare Schwachpunkt, gegen die Römer eine Festung?

Bild: wird vom ALBA-Server geliefertGestern hat die Mannschaft gezeigt, dass sie sich deutlich früher als die römischen Legionäre als Team gefunden hat. Ein Blick auf die Wurfbilanz zeigt, dass dieses Team stark genug ist, den Ausfall von MVP Jenkins, Femerling und Jo Herber zu kompensieren. Klar, iMac präsentierte sich in Topform, aber dass jetzt auch Chubb und Jacobson voll angekommen sind, lässt darauf hoffen, dass noch mehr Potential in diesem Team steckt. Vielleicht sehen wir noch viele Kunststückchen wie den behind-the-back-pass von Nadjfedji und Fabeldreier wie den von Jacobsen, der irgendwo vom Mittelkreis den Ball in die Reuse feuerte.

Noch nicht wirklich Teil der Mannschaft ist weiterhin Rashad Wright, der in einigen Spielphasen auftrat, als gäbe es keine ablaufende 24-Sekunden-Angriffszeit. Damit bestätigt er leider den Eindruck vom Eisbärenspiel. Aber - und da bin ich mir sicher - Luca wird ihm schon zeigen, wie’s geht und was von ihm erwartet wird.

Überhaupt: Luca Pavicevic. Er hat ALBA zur Meisterschaft geführt. Man  muss ihn nicht mögen, aber er ist ein klasse Trainer. Er ist aber auch immer dafür gut, durch seine Ausfälle am Spielfeldrand ein technisches Foul zu kassieren. Gestern hat er in den exzellenten Schiedsrichtern seinen Meister gefunden. Kaum fing er an, aus sich herauszugehen und die Coachingzone zu verlassen, schon stand einer der Referees bei ihm und wies ihn mit der Gestik eines entschlossenen Hundetrainers auf seinen Platz. Kaum zu glauben, Luca fügte sich. Aber die Jungs waren auch andere Kaliber als unser BBL-Lieblingsschiedrichter, dieser Herr Schmidt … .

Bei aller Bescheidenheit der ALBA-Offiziellen nach dem Spiel á la “wir haben nur einen ersten Sieg errungen” und “wir dürfen das jetzt nicht überbewerten”: ALBA ist als Außenseiter in die Euroleague gestartet. Nach diesem verdienten und konsequent erkämpften Sieg sind die anderen Teams gewarnt und werden sich hüten, ALBA zu unterschätzen. Auf jeden Fall war es begeisternd, miterlebt zu haben, wie ALBA eine starke Duftmarke in der zweitstärksten Liga der Basketballwelt gesetzt hat. Mit dieser Spannung und dem Herzrasen kann ich prima leben.

Spielbericht auf Radioeins als mp3

[youtube]RY5smsV1bNw[/youtube]

Ein Video von ca18804 bei Youtube. ich hoffe, da kommt noch mehr.

Barack Obama in Berlin - Ich war am 24. Juli auf dem 17. Juni dabei

26. Juli 2008

Der Versuch, mich eine Stunde vor der Obama-Rede [NYT] noch bis zur Siegessäule durchzuschlängeln, scheiterte kläglich. Schon auf halber Wegstrecke war Schluss, die Reihen der Zuschauer fest geschlossen. Dank der Fan-Meilen erprobten Organisatoren war das verschmerzbar. Es waren ausreichend Video-Wände aufgestellt. Vorn an der Goldelse war die Ami-Dichte noch größer als in meiner Nachbarschaft: Eine Gruppe von US-Wissenschaftlern, die es als nette Dreingabe zu ihrem Berliner Fachkongress empfanden, ihren nächsten Präsidenten wahlkämpfen zu sehen. Zumindest für sie war es erkennbar eine Herzenssache, George Walker Bush nicht mehr im Weißen Haus sehen zu müssen.

Es muss nicht wirklich wundern, dass die berichterstattenden Medien die Stimmung dieser perfekten Inszenierung nicht in Gänze einfangen konnten. Die Konzentration galt ganz der Rede, das Rahmenprogramm nebensächlich. Klar, Patrice und Reamonn taten ihr Bestes. Aber wirklich nötig wären die Auftritte nicht gewesen. Das Mädel neben mir meinte, der Sänger höre sich an wie dieser Typ, der „Supergirl“ gesungen habe. Mein Hinweis, das sei Reamonn traf auf Unverständnis. Soviel zur Bekanntheit deutscher Musikgrößen. Beiden Band war anzumerken, dass es wohl doch einen Unterschied macht, vor 15.000 Festival-Besuchern oder 200.000 auf dem 17. Juni aufzutreten. Ich fand es sehr sympathisch, da zwei auf der Bühne zu sehen, die angesichts eines historischen Moments weiche Knie bekamen.

Und für mich war es ein historisches Ereignis. Da kommt ein Präsidentschaftskandidat nach Berlin, der - was kein Geheimnis ist - ohne außenpolitische Erfahrung ist und rockt den 17. Juni. Klasse. Chapeau. Wiese historisch? Das hat etwas mit Berlin und auch mit Obama zu tun.

Die Berliner sind ja nun nicht gerade als lebensbejahend bekannt und suchen eher das Haar in der Suppe, als dass sie es finden. In der anderen Waagschale liegen dafür so mitreißende Eigenschaften wie eine fast kindliche Neugier und das Gespür für Ereignisse, von denen man später stolz seinen Kindern erzählen kann. So man denn dabei gewesen ist. Die Kundgebung nach 9/11 war so ein Moment. Gerd Schröder musste damals nur noch die Stimmung in Worte fassen. Mit dem „wir versichern Ihnen unsere uneingeschränkte Solidarität“ ist ihm das vollendet gelungen. Wenige Monate später drückten die Berliner ebenso machtvoll ihr Unbehagen gegen den Einmarsch amerikanischer Truppen in den Irak aus. Statt der erwarteten 20.000 Menschen strömte fast eine halbe Million auf dem 17. Juni zusammen.

Im Grunde genommen muss man Obamas Organisationsteam zu dieser stieseligen Berliner Senatsverwaltung beglückwünschen, die diesen charismatischen Mann die Kulisse des Brandenburger Tors verwehrte. Die mächtigen Bilder für diesen fulminanten Wahlkämpfer bildeten nicht die historisches Bauten, sondern die unglaubliche Masse von Berlinern und Berlin-Touristen aus aller Welt, die einfach mit neugieriger Freundlichkeit zu diesem Event strömten. Klar, allen war bewusst, dass sie Kulisse waren. Aber was soll‘s? Wann kann man sich schon einen Eindruck von einem Menschen machen, der sich für das Amt des mächtigsten Mannes der Welt bewirbt?

„Thank you, thank you, thank you.“ Senator Obama hatte es nicht leicht, mit seiner Rede zu beginnen. Zu groß die Begeisterung direkt am Stern. Und dann der Einstieg. Er stellt gleich klar, als was er spricht. Als Bürger, als Weltbürger (fellow-citizen). Die Menschen um mich rum hören konzentriert zu. Klatschen an den Stellen, die ihnen zusagen. Kaum Missfallensbekundungen - dafür ist die Rede auch zu glatt. Was nicht passt, wird einfach dem eigentlichen Adressaten - den amerikanischen Wählern - zugeordnet. Für nahezu alle ist eine Passage dabei, die beifällig aufgenommen wird. Auch für die Aktivisten von B90/Die Grünen, die mal wieder Sticker mit einem knackigen Slogan verteilen. Bei der Anti-Irak-Einmarsch-Kundgebung laute der Slogan „Old Europe“, heute ist es „Yes, we can … change the climate. Join in.“

Die Rede war geprägt von Ideen, von eingängigen Bildern und Anspielungen auf historische Berliner Reden. Allein die Vorstellung, eine solche Rede im deutschen Wahlkampf hören zu müssen, lässt mich grausen. Aber die Senator Obama ist Amerikaner und dortzulande wird nun mal anders Wahlkampf geführt. Was für uns schnell wie hohles Pathos klingt, nimmt man diesem Mann einfach ab. Es klingt ehrlich. Und man sollte diese Rede ohne deutsche Übersetzung hören. Dann wird besser spürbar, was mitschwang. Obama verströmte Optimismus, warb für Veränderungen, mahnte zur Übernahme von Verantwortung.

Und er hat gespürt, was viele seiner Landsleute bei ihren Berlin-Besuchen mitbekamen: Die Stimmung einer weltoffenen Stadt, deren Bürger sich sammeln, wenn ein historischer Moment gekommen ist. Die Straße des 17. Juni ist ein großartiger Ort, der binnen weniger Stunden von einer Hauptverkehrsader zu dem mutieren kann, was die Berliner gerade daraus machen wollen. Und die einfach stolz darauf sind, Teil der Masse zu sein, deren Bilder in die Welt gehen.

Mehr Infos: 

Barack Obama - Hoffnung wagen: Gedanken zur Rückbesinnung auf den American Dream
Barack Obama - Dreams from My Father: A Story of Race and Inheritance
… und hier das Obama-in-Berlin-Top-Merchandising-Produkt: T-Shirt Barack Obama, Berlin

Teil 1/3

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Teil 2/3

[youtube]Zv3vYjHjTDo[/youtube]

Teil 3/3

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Holiday Inn Hamburg Hafencity: Fragwürdiges Angebot bei hrs

6. Mai 2008

Auch erfahrene und gewiefte Internetnutzer (also solche wie ich ;-) ) sind nicht sicher, fehlerhafte und in die Irre führende Angebote sofort zu erkennen. So muss man bei amazon genau hinsehen, ob die Lieferung durch amazon selbst erfolgt oder durch einen Händler, der amazon als Verkaufsplattform nutzt. Neu ist mir, dass man auch beim HotelReservationService, den ich (bisher) vorbehaltlos als grundsolide einschätzte, genauso auf die kleinen Details achten muss.

Sehr unangenehme Erfahrungen machte ich am letzten Wochenende im Holiday Inn Hafencity Hamburg. Dass die Basketballer von Alba Berlin beim Final 4 erbärmlich gespielt haben, dafür können weder hrs noch Holiday Inn etwas. Es wäre schön gewesen, wenn wenigstens im Hotel von Ein- bis zum Auschecken alles geklappt hätte. Unsere Wahl für das Final-4-Weekend fiel auf das schon erwähnte Holiday Inn Hafencity für 109 €, hrs-HOT-Deal. In der Spalte Frühstück, in dem andere Anbieten eine Zahl oder “inkl.” eintragen, fand sich kein Eintrag. Das kann man - da bin ich mir sicher - nur als Inklusivpreis interpretieren. Und HOT-Deal weist unzweifelhaft auf ein Superangebot hin.

Das ganze sah online so aus (Hinweis: Bild zeigt einen anderen Tag. Wer macht bei einer Online-Buchung schon Bildschirmfotos?)

Bild: Screenshot hrs Ergebnisanzeige. Klick für detaillierte Darstellung.

Das böse Erwachen kam beim Ausckecken: Statt des angezeigten und gebuchten Gesamtpreises von 109 € sollten wir 143 € bezahlen. Das Frühstück käme ja noch obendrauf. Auf den Hinweis, dass dies im Online-Angebot nicht erkennbar war, wurde uns die Information gegeben, dass es mit Gästen, die über hrs buchen, öfters diese Diskussionen gäbe. Sehr interessant.

Bild: Gesamtpreisanzeige
Nach kurzer Unsicherheit blieben wir standhaft und bestanden darauf, das Frühstück nicht separat zu bezahlen. Ein Inklusivpreis war schließlich eines der Hauptkriterien für die Hotelwahl gewesen. Nach einiger Zeit kam eine sichtlich genervte Teamleiterin hinzu und löste das ganze professionell und in unserem Sinn. Es blieb bei 109 € - wie gebucht.

Die ganze Geschichte hat mich geärgert und so habe ich nachrecherchiert, wie das Holiday Inn seine Zimmer über hrs vermarktet: Im Gegensatz zu anderen hrs-Anbietern weist dieses Hotel konsequent die Kosten für Frühstück nicht aus, sondern lässt einen Leerraum. Statt dessen wird das Angebot mit einem (bestimmt teueren) “HOT Deal” Button optisch attraktiv gemacht. Wenn man bucht, wird auf die Preiskonditionen für das Frühstück lapidar auf die hrs-Buchungsrate hingewiesen. Bei uns stand: Preis: 109 €. Die Erläuterungen zur Buchungsrate sind nicht verlinkt.

Erst wenn man sich durch die kleingedruckten / in Kleinschrift angezeigten Informationen zur Buchungsrate klickt und scrollt, wird klar, wie das System funktioniert. Bei allen Raten unterhalb 143 € wird beim Frühstück auf die Buchungsrate verwiesen ohne (!) die Kosten für das Frühstück auszuweisen. Ab 143 € Buchungsrate erscheint der Hinweis “inkl. Frühstück”. Ich möchte nicht so weit gehen, hier von Täuschung zu reden, allerdings fühle ich mich als Kunde hinters Licht geführt. Es fällt mir sehr schwer zu glauben, dass hinter dieser Vorgehensweise keine Absicht stecken sollte.

Ich habe hrs und Holiday Inn um Stellungnahmen gebeten. Sollte ich eine Antwort bekommen, wird diese hier veröffentlicht.

ASUS eeePC - eine kurze Bewertung und ein paar Tipps

24. März 2008

Der eeePC löst das Werbeversprechen “easy to tearn, easy to work, easy to play” nur teilweise ein. Die auf Xandros-Linux aufgesetzte Benutzeroberfläche (”IceWM”) mit einer gelungenen Aufteilung im Stil von Karteikarten lässt sich zwar intuitiv bedienen, nur wer daran etwas ändern möchte, stößt schnell an Grenzen. Und die lassen sich nur überwinden, wenn man sich allerlei Tipps aus Nutzerforen zusammenklaubt. Und die werden zumeist von eingefleischten Linux-Adepten geschrieben, die mit der Kommandozeile per Du sind.

Etwas einfacher lassen sich viele Einstellungen ohne Kommandozeilenakrobatik ändern, wenn man das Tool “TweakEEE” installiert, das bei eeeuser.com aktuell in der Beta-Version 0.3 angeboten wird. Einfach mal anschauen, es lohnt sich. Was sich mit TweakEEE in Sekunden ändern lässt, taucht in den deutschsprachigen Foren meist in deutlich umständlicherer Form als Tipp auf.

Allein die Nutzung der Kommandozeile in der Konsole dürfte langjährigen Windowsnutzern die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Nach Drücken der Tastenkombination Strg-Alt-T erscheint eine Art DOS-Prompt. Nur hilft auch die Kenntnis der alten DOS-Befehle nicht weiter, da Linux etwas anders tickt. Wer etwas mehr Komfort haben möchte, tippt als erstes “kconsole” ein, was eine etwas bedienerfreundlichere Konsole herbeiruft, in der man sogar so etwas wie einen rudimentären Dateimanager starten kann. Mit TweakEEE lässt die kconsole als standardmäßig startende Konsole festlegen.

OpenSource und kleine Nachteile

Bei ASUS hat man sich entschieden, komplett auf OpenSource zu setzen. Eine gute Entscheidung, nur fallen dieser Politik die in der Windowswelt verbreiten TrueTypeFonts wie Arial, Verdana und Times New Roman zum Opfer. Diese nachzuinstallieren erfordert nur ein paar Kopierübungen. Vom Windowsrechner die gewünschten TrueTypes auf eine SD-Card ziehen, diese in den eeePC-Slot stecken und installieren. Das geht relativ einfach: Die Konsole aufrufen, “kcontrol” eintippen und mit der Eingabetaste starten. Der Befehl startet die Kommandozentrale des KDE-Desktops. Jetzt durch die verschiedenen Menüs wühlen und im Schriftenmenü die notwendigen Aktionen durchführen. Bei dieser Gelegenheit kann man auch gut erkunden, was man sonst so alles einstellen kann.

Weitere Software installieren

Wenn es darum geht, zusätzliche Programme zu installieren, geht das über entweder über den Linux-Weg mit “repositories” oder etwas um die Ecke - dafür aber auch einfacher. Der reine Linuxweg geht so: Konsole starten und “sudo synaptic” eintippen. Dabei heißt sudo, Superuser mal mal. Man sagt dem eeePC, dass man gerade mal als Administrator etwas machen möchte. In diesem Fall ist es der Aufruf der Programmverwaltung Synaptic. Dort kann man diverse Server (”repositories”) angeben, auf die der eeePC zugreifen können soll. Tipps dazu, welche besonders lohnen sind, finden sich in den einschlägigen Foren zuhauf.

Ich habe die Finger davon gelassen und mir einen leichteren Weg gesucht. Man suche sich ein Programm, dass man wirklich nutzen möchte, was angesichts des überschaubaren Speichers des eeePCs gut überlegt sein will. Dann sucht man ein Debian-File. -> Xandros setzt auf Debian-Linux auf, die Installationsdateien enden auf .deb. Diese Datei speichert man an einem Ort, wo man sie auf dem eeePC auch wiederfindet. Im Dateimanager erscheint bei Rechtsklick auf diese Datei im Kontextmenü der Eintrag “installieren” auf. Der Rest geschieht von allein. Nur erscheint leider kein Eintrag auf der Benutzeroberfläche des eeePC.

Für diesen Fall gibt es tolle Minianwendungen, die ein Icon dort platzieren, wo man es haben will. Oder man installiert ein Tool namens Kooldock. Wie das geht, steht bei einfach-eee. Kooldock ist ein Programmstarter, wie man ihn von Apple-Rechnern kennt. Und dieser hat den Riesenvorteil, dass man dort all die Programme einbinden kann, die man wirklich oft nutzt. So auch die Nachinstallierten. Anders als bei Windows muss man hierfür rausfinden, wo die nachinstallierten Programme gelandet sind. In der Konsole z.B. einfach den Befehl “which jalbum” eintippen. Schon wird der Pfad angezeigt, den man bei Kooldock eintippen muss. Alles easy? Es geht wirklich einfacher, als es sich anhört.

Was lohnt sich nachzuinstallieren? Ich habe erfolgreich JAlbum geladen. Eine tolle Geschichte, um bspw. aus dem Urlaub rasch eine Bildergalerie online zu stellen. Um die Bildübersicht zu behalten, kann man Picasa laden. Das sieht sogar auf dem 7″-Bildschirmchen gut aus. Da ASUS bei der PIM-Anwendung des KDE-Desktops geschlampt hat und rein gar nichts angepasst hat, ist dieser meiner Meinung nach nutzlos. Besser ist es, den Mozilla-Kalender “Lightning” einzubinden und diesen für den online-Abgleich mit Google-Calender zu konfigurieren. Funktioniert super und passt bestens zum immer-online-Status des eeePC.

Insgesamt macht der eeePC viel Spaß und ist weit mehr als nur ein Spielgerät oder Kidscomputer. Ws ist nicht erwartet hatte: Das Ding ist ein echter Hingucker und viele Menschen kommen mit der Frage an, ob sie mal schauen dürfen, wollen wissen, wo man das Gerät bekomme … .